Archiv für: Juni 2008, 22

Nachtrag.... Miriam hat das letzte Wort fuer heute

von Miriam E-Mail

All diese Erlebnisse haben uns immer wieder diskutieren lassen, was fuer einen Eindruck uns Belgrad hinterlaesst. Bisher einen ausgesprochen positiven! Die Strassen und der Park sind sehr sauber, die Leute ausgesprochen freundlich und hoeflich und es herrscht eine entspannte und gleichzeitig sehr lebensfreudige Stimmung. Manchmal gibt es kleine Dinge die kleine Brueche (oder Brueche fuer uns) vermuten lassen - z.B. Kommentare ueber Roma (oder Roma-Kinder die virtuos Strassenmusik machen), Tuerken (die Osmanen haben offensichtlich tiefe Spuren hinterlassen).
Trotzdem, auch in offensichtlich weniger reichen Quartieren ist es angenehm und fuehlt es sich sicher an. Und: Touristisch ist hier fast nichts - allenfalls die Skaderlija.
Gerade wegen der Lebensfreude und einem Gefuehl von Savoir Vivre ist Belgrad einfach eine schoene, entspannte Stadt fuer Ferien...

Und morgen verlassen wir Serbien und auf gehts nach Montengro!

Allerhand Maerkte

von Jonas E-Mail

Nach dem Fruestueck mit Menu 5 und 10 und Getraenk 3 und 7 gings zur hram svetog Save (Kirche) - ein Riesenbau, praktisch in der ganzen Stadt sichtbar, und doch immer weit weg. Die Kirche ist seit ueber 100 Jahren eine Baustelle, troztdem aber wird sie benutzt, mitsamt Kiosk mit Devotionalien.

Nach den sakralen zu den weltlichen Beduerfnissen: Auf einem Markt auf dem Kalenic Pijaca kaufte ich einen Gurt (Kommentar des Verkaufers, weil er viele Loecher machen musste: Ou!), Miriam ein schoenes weisses nicht-Kleid-sondern-Bluse (beides sofort im Gebrauch). Der Versuch ein halbes Kilo Kirschen und ein paar Pfirsiche zu kaufen scheiterte, wir gingen mit 1.5 Kilo Kirschen und einem Kilo Pfirsichen davon; zwar konnten wir mit Hilfe des Reisefuehrers "halbes Kilo" sagen, was aber sofort als eineinhalb Kilo interpretiert wurde. Im CD-Laden etwas weiter erstanden wir die ersten CDs, inklusive einer kurzen Einfuehrung ueber die Nicht-Liebe der Montenegriner zu den Serben und der Serben gegenueber der Tuerken. Immerhin schien unsere CD-Wahl nicht so schlecht zu sein, eine Frau kaufte jedenfalls die gleiche CD wie wir. Und dafuer kauften wir dann die gleiche wie sie, und alle waren wir gluecklich, auch der Verklaeufer.

Nach einem Mittagessen im Park Kalemegdan schauten wir die Festung Belgrads mitsamt einer Menge Panzer und Kanonen an und bewunderten (fuer etwa 40 Rappen) eine wunderbare Aussicht ueber die Stadt sowie die Fluesse Donau und Sava.

Nach einem Eiskaffee im noblen Hotel Moskva (sehr empfehlenswert!) gings zum Abendessen (Spaghetti mit Mozarella und Cherry-Tomaten im Via del Gusto, auch sehr empfehlenswert). Als Abschluss des Tages gingen wir ans Openair-Konzert einer Franzoesischen Band im Kalemegdan Park.

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des einkaufens (am Sonntag!). Zuerst gings auf den CD-Schwarzmarkt beim Student Cultural Center, wo wir 11 CDs mit serbischer Musik kauften. Sollten wir mehr brauchen ist vorgesorgt, ein freundlicher und sehr kompetenter Verkaeufer hat uns die Karte seines Ladens mitgegeben ("good for me but not for your wallet"). Danach gingen wir, natuerlich ohne zu suchen und natuerlich nach einem Eiskaffee im Moska, auf direkten Weg zum Bahnhof, um zwei Zugtickets fuer die Reise nach Podgorica morgen zu kaufen. Fuer Ablenkung auf dem Weg sorgten die verschiedensten mehr oder minder legalen Einkaufsstaende (Sex and the City DVD, selbstgebrannt, fuer Miriam, ein paar Sandalen fuer Jonas) und die Unterfuehrung mit Markt und Live-Musik.

Am Nachmittag einmal mehr Pick-Nick im Park und danach Kaffeetrinken an der Skadarlija (Bohemian Quarter). Und dann ins Internet-Kaffee zum Blogschreiben.

PS: Die Kommentarfunktion funktioniert wieder, fuer all jene die noch nie was geschrieben haben.